Postkarten-Set Unser Sylt vor 100 Jahren mit 48 historischen Sylt-Motiven Postkarten-Set Unser Sylt vor 100 Jahren mit 48 historischen Sylt-Motiven Postkarten-Set Unser Sylt vor 100 Jahren mit 48 historischen Sylt-Motiven Postkarten-Set Unser Sylt vor 100 Jahren mit 48 historischen Sylt-Motiven Postkarten-Set Unser Sylt vor 100 Jahren mit 48 historischen Sylt-Motiven Postkarten-Set Unser Sylt vor 100 Jahren mit 48 historischen Sylt-Motiven Postkarten-Set Unser Sylt vor 100 Jahren mit 48 historischen Sylt-Motiven Postkarten-Set Unser Sylt vor 100 Jahren mit 48 historischen Sylt-Motiven Postkarten-Set Unser Sylt vor 100 Jahren mit 48 historischen Sylt-Motiven Postkarten-Set Unser Sylt vor 100 Jahren mit 48 historischen Sylt-Motiven

Postkarten-Set "Unser Sylt vor 100 Jahren" mit 48 historischen Sylt-Motiven

ArtikelNr.: 8821
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Artikelbeschreibung

48 Sammelkarten mit Motiven vom alten Sylt in einer attraktiven Weißblechbox:
Sie gilt als "Königin der Nordsee" und ist Lieblingsurlaubsort vieler Deutscher. Die Galerie Bokelberg hat 48 historische Postkarten herausgebracht, die Sylt vor 100 Jahren zeigen: Keitum mit seinen urigen Reetdachhäusern. Eine Magd, die eine Kuh über die Landstraße treibt. Die Sylter Strandkörbe vor dem Kurhaus in Westerland. Budelnde Kinder in Matrosenanzügen und Spitzenkleidchen im Sand.

Die 48 unerschiedlichen, historischen Motive führen den Betrachter auf eine Zeitreise durch das Sylt vor 100 Jahren und lassen ihn teilhaben am Leben der damaligen Zeit.

Größe der Karten: 11 x 17 cm | Größe der Box: 12 x 15 cm

Bitte klicken Sie auf folgenden Link, um die 48 Motive anzuschauen: http://www.bokelberg.com/DE/postcards/Bokelberg-Postkarten-Box/Sylt/


Weitere Informationen zu "Unser Sylt vor 100 Jahren":

Sie gilt als ?Insel der Schönen und der Reichen?, als ?Königin der Nordsee? und als das ?Saint Tropez? des Nordes. Sylt ist für die meisten ihrer Fans viel mehr als ein Urlaubsort: Sylt ist eine Philosophie. Seit der Playboy Gunter Sachs die größte deutsche Nordseeinsel Ende der 60er Jahre für sich entdeckte und hier mit Brigitte Bardot (seiner damaligen Frau) wilde Partys im legendären Pony und dem Gogärtchen feierte, kann der Sommer noch so verregnet und kalt sein ? dem Sylt-Feeling tut das keinen Abbruch. Unverdrossen zieht es Promis und alle, die sich dafür halten, an die (FKK)Strände zwischen Kampen und Hörnum.

Julius Rodenberg jedoch kam eindeutig zu früh nach Sylt. ?Keine Musik, kein Tanz, keine Gesellschaft?, beschwerte sich der Schriftsteller im Jahre 1859, vier Jahre nach Eröffnung des ersten Seebades auf Sylt, über das ?höchst monotone? Badeleben ? und kam zu dem Schluss: ?Nein, ein Modebad ist Westerland nicht und wird es auch schwerlich werden.?

Wir wissen es besser! Innerhalb weniger Jahre stieg Westerland zum mondänen Badeort auf ? und zum fortschrittlichsten der damaligen Zeit: 1902 lockerte das Dorf als erster deutscher Badeort die strikte Geschlechtertrennung und richtete einen Familienstrand ein. Kampen zog bald nach. Auch das mag dazu beigetragen haben, dass die Insel schon lange vor dem 1927 eröffneten Hindenburgdamm außerordentlich beliebt war und Persönlichkeiten aus Kunst, Großbürgertum wie Adel anlockte. Die größte Attraktion aber war und bleibt die unvergleichliche Natur, die mittlerweile rund eine Millionen Touristen jährlich auf die Insel spült: Die Luft, das Meer, der weiße Strand und der endlose Horizont. Auf keiner anderen Nordseeinsel ist die Landschaft so beeindruckend und vielfältig. Man denke nur an die spektakuläre Dünenlandschaft und das Rote Kliff, die verwunschene Braderuper Heide oder das ?grüne Herz der Insel? zwischen Tinnum, Keitum und Morsum.
 
Die exquisite Kollektion historischer Postkarten, die der Hamburger Fotograf und Sammler Werner Bokelberg zusammentrug und nun in einer Auswahl wieder neu auflegte, zeugt von dem illustren Strandleben jener Zeit, als die Insel an der Schwelle vom abgeschiedenen Eiland zum mondänen Urlaubsort stand. Schon damals drängten sich die typischen Sylter Strandkörbe dicht an dicht vor der imposanten Kulisse des 1897 erbauten Westerländer Kurhauses. Elegante Damen flanierten in bodenlangen Gewändern und Schnürstiefelchen über die Holzstege, die Herren spazierten in Gehröcken und mit Prinz-Heinrich-Mützen am Meer entlang ? und die Kinder (die Jungen in Matrosenanzügen, die Mädchen in weißen Spitzenkleidchen) buddelten mit Eimern und Schaufeln im Schlick.

Die feine Gesellschaft traf sich zum Austernessen im Lister ?Alten Gasthof?, zum Bummeln in der damals noch recht verträumten Westerländer Friedrichstraße ? oder vergnügte sich beim Bau abenteuerlicher Burgen aus Treibholz und Strandgut. Damals war Sylt noch wirklich exklusiv ? denn Urlaub war ein Luxus, den sich nur die Oberschicht leisten konnte. Die rumänische Königin Elisabeth beispielsweise, der Tenor Richard Tauber, die Schriftsteller Stefan Zweig und Carl Zuckmayer. Nicht zu vergessen Marlene Dietrich, Gret Palucca und Thomas Mann, der nach einer Liebesaffäre mit einem 17jährigen Jüngling aufgewühlt im Gästebuch seiner Kampener Künstlerpension ?Kliffende? notierte: ?An diesem erschütternden Meere habe ich tief gelebt?.

Die in der Postkarten-Edition versammelten Fotografien lassen aber auch erahnen, wie es auf der Insel ausgesehen haben mag, bevor die Badegäste Geld und Glamour brachten. Als das Leben hier eintönig, gefährlich und entbehrungsreich war. Noch im 18. Jahrhundert war die Insel bitterarm. Die Einwohner lebten vom Walfang und der Schafzucht, nicht wenige von der See- und Strandräuberei. Die malerischen Postkarten von Keitum mit seinen urigen Reetdachhäusern und der markanten Mühle erwecken diese Zeit zum Leben. Insbesondere die Aufnahme einer Landschaftsszene mit Magd, die eine Kuh über die Landstraße treibt. Kein Mensch weit und breit. Der reetgedeckte Hof mit seinem markanten Giebel, an dem sie vorbei geht, liegt wie ausgestorben und am Horizont ragt die stolze Keitumer Seefahrerkirche St. Severin, ein spätromanischer Bau aus dem frühen 13. Jahrhundert, wie ein Fingerzeig Gottes empor.

Auch die Fotografie des Alt-Westerländers in friesischer Tracht erzählt von jenen Tagen, als die Eisfahrer ihr Leben riskierten um die Post ans Festland zu bringen und Pidder Lüng, der Sylter Freiheitsheld, lieber tot sein wollte, als von den Dänen versklavt. Die Geschichte vom unbeugsamen Fischer gehört ins Reich der Märchen und Legenden, doch sie passt zu dem stolzen Friesenvolk, dessen Wahlspruch auch heute überall auf der Insel zu finden ist: ?Rüm Hart, klaar Kiming? ? weites Herz, klarer Horizont.

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